biografie

Christian Elin, dessen "in Intensität meisterhaft modulierendes Spiel" (Rheinische Post) von der Kritik als "sensationell" (Süddeutsche Zeitung) und "wunderschön" (Hannoversche Allgemeine Zeitung) gelobt wird, legt Wert auf Vielseitigkeit bei seinem Wirken als Saxophonist. Ob als Solist, Kammermusiker oder Gast im Orchester - seine Konzerte werden von Publikum und Presse stets mit Begeisterung aufgenommen.

Als Solosaxophonist musiziert er regelmässig in bedeutenden Sinfonieorchestern, wie zum Beispiel beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. In jüngster Vergangenheit arbeitete er mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Peter Eötvös, Hans Zender und Johannes Kalitzke zusammen. 2014 wirkte er an der von der Fachzeitschrift "Opernwelt" zur "Produktion des Jahres" gewählten Oper "Die Soldaten" an der Bayerischen Staatsoper mit.

Jüngste Höhepunkte seiner solistischen Konzerttätigkeit waren die französische Erstaufführung seines Werkes „WAVES“ für Sopransaxophon und Streichorchester mit dem Orchestre symphonique de Mulhouse in Strasbourg sowie die Uraufführung des Saxophonkonzertes "Cri muet" von Enjott Schneider mit dem Orchestre de Chambre Nouvelle Europe in Paris.

Konzertreisen führten ihn zu renommierten europäischen Festivals wie Ars Musica Brüssel, Bregenzer Festspiele, MaerzMusik Berlin, Musica Viva München; außerdem gastierte er im Amsterdamer Concertgebouw, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, der Alten Oper Frankfurt, dem ZKM Karlsruhe und im IRCAM Paris.

Das Repertoire Christian Elins umfasst neben ausgesuchten Bearbeitungen alter Musik alle Stilepochen seit der Erfindung seines jungen Instruments. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Musik zeitgenössischer Komponisten: So entstanden in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Rihards Dubra, Manfred Stahnke, Enjott Schneider, Peter Michael Hamel, Minas Borboudakis u.a. viele neue Solowerke für Saxophon.

Christian Elins eigene Kompositionen liegen inzwischen auf drei CDs vor: „streaming“ (2009) mit Solokompositionen, über die der Komponist Erkki­-Sven Tüür sagte: „Wunderschön, atmosphärisch und poetisch“, „Back to yourself“ (2012), eingespielt gemeinsam mit der italienischen Pianistin Anna D‘Errico und “Some kind of Blues” (2017) im Duo mit Maruan Sakas.

Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker arbeitet Christian Elin auch grenz-­ und genreübergreifend und integriert in seinen Programmen regelmäßig Improvisationen: Elemente aus indischer Musik, Jazz, Minimal Music und klassischer Avantgarde finden hier Eingang in seine eigene unverwechselbare Klangsprache. Seine Begeisterung für interkulturelle musikalische Begegnungen führte ihn zu gemeinsamen Projekten mit dem amerikanischen Sarod-Virtuosen Ken Zuckerman, dem spanischen Percussionisten Pedro Estevan und dem indischen Tablaspieler Anindo Chatterjee.

Für seine künstlerische Arbeit erhielt er 2013 den Bayerischen Kunstförderpreis. Aus der Jurybegründung: „Christian Elins Improvisationen auf dem Sopransaxophon, technisch herausfordernd aber spielerisch leicht ausgeführt, sowie sein Umgang mit musikalischen Einflüssen anderer Kulturen sind herausragend.“ Weitere Auszeichnungen waren unter anderem ein erster Bundespreis beim Wettbewerb "Jugend musiziert" sowie Förderungen durch die Kulturstiftung des Bundes, der Musikakademie Basel, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden-Hellerau und der Yehudi-­Menuhin­-Stiftung. In der Saison 2004/05 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble-­Modern-Akademie.

Christian Elin lehrt als freiberuflicher Musikpädagoge die Fächer Saxophon, Klarinette, Klavier sowie Musik und Computer. Von 2008 bis 2013 war er Dozent für Saxophon am Leopold-­Mozart­-Zentrum der Universität Augsburg.



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