Präzis gesetzter Composer-Jazz [Augsburger Allgemeine Zeitung 03.03.2017]

“Dass der Augsburger Sopransaxofonist und Bassklarinettist Christian Elin eine akademische Ausbildung genoss, dass er der Neuen Musik und dem Jazz gleichermaßen nahesteht, dies bleibt unverkennbar in Schönklang-Tonbildung und intelligenter Kompositionsstruktur auf seiner neuen CD “Some kind of Blues”, die er zusammen mit dem begnadeten Piano-Rhythmiker Maruan Sakas aufnahm.
Hier tönt präzis gesetzter Composer-Jazz, durchdacht aber nicht gekünstelt elaboriert, melodiebetont, aber nicht einfältig emotional. Christian Elin bewegt sich schlafwandlerisch sicher durch die gut fünf Oktaven zwischen dem tiefsten Instrument der Klarinettenfamilie bis zum höchsten Instrument der Saxofonfamilie - und wenn hier schlafwandlerisch steht, so ist damit auch die häufig träumerische, kontemplative Gestimmtheit angesprochen, die seiner Cantus-firmus-Entwicklung innewohnt. Das Piano ist ihm Stütze und
Dialog-(Wider-)Partner."

Rüdiger Heinze




<< zurück