“Die Konversationen dieses Duos sind universell.” [hifi & records 04/2017]


“Dialoge sind eine probate Methode, Gedanken auszutauschen. Sie können sinnstiftend sein, wenn die Partner gleichwertig sind. So wie Maruan Sakas, wenn er “En route” am präparierten Klavier perkussive Pattern intoniert, die Christian Elin an der Bassklarinette mit einem Mäander im ungeraden Metrum kontrastiert. Da ist es nur noch “Un pas jusqu’au seuil”, wo man zu einem orientalischen Maquam im wiegenden Rhythmus eintritt.

Impressionistisches Pastell erscheint “1-2-5” in Minimalstrukturen des Klaviers zu epischem Sopransax. Und gleich ändert sich wieder die Richtung “Juste pour le plaisir”, denn der Klang-Progress ist mechanisch und strikt. Doch erleichtert stellt man fest, dass “Some kind of Blues” elastisch von einem Klavier-Arpeggio zu einem Vamp-Thema führt, das Elin mit Multiphonics an der Bassklarinette als Boogie modifiziert.

Die Konversationen dieses Duos sind universell, und ihre Argumente öffnen musikalische Spektren, die alle Ebenen zwischen emotionaler Intensität und kompositorischer Rationalität in improvisatorischer Eloquenz ausloten. Das ist nicht immer Jazz, sondern auch Klassik und Pop, aber es ist immer durchdacht. In ihrer Stilsicherheit sind Elin und Sakas ebenbürtig.”

Hans-Dieter Grünefeld


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