"Meditative Musik, die unweigerlich in ihren Bann zieht." [Katholische Sonntagszeitung, 10/2009]

"Es gibt Musiker, die bevorzugen Kirchenräume für ihre Auftritte, denn es sind Orte der Stille, der Kontemplation und des Friedens. Der in Augsburg lebende Saxophonist Christian Elin ist so ein Musiker.
Die Vereinigung von Improvisation und Komposition prägen auch das Klangbild seines ersten Tonträgers "streaming", der gerade beim Label raccanto veröffentlicht wurde und ausschließlich Eigenkompositionen für Solo-Saxophon enthält. Zehn Stücke mit einer Spieldauer von knapp 52 Minuten erwarten den Zuhörer. Stücke, die in einen fremdartigen Kosmos entführen. Die minimalistischen Tonfiguren fließen, strömen durch Raum und Zeit, brechen auf, verdichten sich erneut, wirken wie ein Wandel durch das Reich der Träume.
Da ist das eröffnende "prelude and hymn", ein elfminütiges Werk, das mit der Technik der Zirkularatmung arbeitet und ununterbrochen dahintreibt. Umso kürzer das nachfolgende, jauchzend jubelnde "joyful", voll unbändiger Energie und Freude, die sich ungefiltert in das Gemüt des Zuhörers schlängelt. "In silence" indes hält, was der Titel versprich: Langgezogene Phrasen, aus dem Nichts kommend, im Nichts verklingend, von philosophischer Tiefe und der Sehnsucht nach innerer Stille durchtränkt. So geht es weiter [...] zum finalen "streaming", dem längsten Werk des Albums. Doch es ist kein Fluss, der sich hier durch eine Landschaft windet. Es ist das Leben selbst mit all seinen Höhen und Tiefen, das dem Saxophon auf virtuos-empathische Weise entschlüpft. Eine faszinierende Komposition; so faszinierend wie das gesamte Album, das nicht eine Sekunde von seiner Intensität verliert. Dass Christian Elin ein facettenreicher und wahrer Meister seines Instrumentes ist, gerät bei so viel instrumentaler Leichtigkeit fast in Vergessenheit."

Eric Zwang-Eriksson

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